23. März 2015  |  AllgemeinBreaking NewsInterior

Schallschutz bei Parkettböden

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Laut Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) dürfen Wohnungseigentümer einen Teppich durch Parkett ersetzen, selbst wenn dadurch benachbarte Wohnungen mehr Lärm in Kauf nehmen müssen. Nach Austausch des Wohnungsbodens gelten nämlich die Schallschutz-Grenzwerte der Bauzeit des Gebäudes. Wohneigentümern steht es allerdings frei, sich in ihrer Gemeinschaftsordnung auf ein höheres Schallschutzniveau zu einigen.

Geklagt hatte ein Rentnerpaar, weil ihre Nachbarn Parkett anstelle des vorhandenen Teppichbodens gelegt hatten. Die Kläger verlangten einen Wechsel des Bodenbelags und mussten vor dem Landgericht Itzehoe eine Niederlage einstecken. Sie sind zum BGH in die Revision gegangen, der aber die Klage der Rentner ebenso abwies.

Grundsätzlich gelten also die Schallschutz Normen, die bei der Errichtung des Gebäudes Gültigkeit hatten. Wenn ein Eigentümer den Teppichboden durch Parkett ersetzt, so entsteht laut BGH-Beschluss für die anderen Eigentümer kein Nachteil, solange die Schallschutznormen eingehalten wurden.

Werden entsprechende Maßnahmen ergriffen, muss ein Bodenwechsel nicht zu Spannungen unter Nachbarn führen. Bei Verlegung von Parkett- oder Massivholzdielen in mehrstöckigen Häusern ist eine Trittschalldämmung unverzichtbar, möchte man die Raumakustik verbessern und Rücksicht auf die Nachbarn nehmen. Vor allem bei der sogenannten schwimmenden Verlegung, bei der das Parkett nicht am Boden fixiert wird, entsteht beim Gehen ein unangenehmes klapperndes Geräusch. Eine entsprechende Dämmung reduziert den störenden Lärm auf ein Minimum, da sie verhindert, dass das Parket den Unterboden unmittelbar berührt.

Ein weiterer Vorteil der Trittschalldämmung ist, dass dadurch Unebenheiten im Unterboden ausgeglichen werden. Dies spart Geld und Zeit für alternative Ausgleichsmaßnahmen. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Nebeneffekt ist die Wärmeisolierung, die eine Trittschalldämmung mit sich bringt.
Je nach vorhandenem Untergrund können verschiedene Formen der Trittschalldämmung gewählt werden. Bei Heizestrich in Kombination mit einer Fußbodenheizung empfehlen Experten eine Dämmung aus PE-Schaum (Polyethylen). Ist der Untergrund sehr kalt, wie bei einem Kellerboden, so sind alukaschierte Materialien zu empfehlen.

Auch preiswerte, leicht zu befestigende Folien bieten eine Möglichkeit der Trittschalldämmung, genauso wie Naturprodukte wie Kork, bei denen eine Dicke von zwei Millimetern ausreicht, um eine gute Trittschalldämmung sowie Wärmeisolierung zu gewährleisten.
Es ist ein Irrtum, dass eine Trittschalldämmung bei vollflächig verklebtem Parkett nicht notwendig sei. Auch wenn zwischen Parkett und Unterboden kein Zwischenraum besteht, sodass keine Klack-Geräusche entstehen können – in der darunterliegenden Wohnung würde man jeden Schritt hören. Somit ist hier ebenfalls eine Trittschalldämmung angebracht, die ganz nebenbei auch für eine harmonische Raumakustik sorgt.

Bei Wohnungs-Sanierungen bleibt der Schallschutz ein wichtiger Aspekt, bedenke man seine Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Die eigene Wohnung ist schließlich der Ort, der zum Ausruhen und zur Entspannung da ist. Sie sollte außerdem den eigenen Privatbereich den Nachbarn gegenüber abschirmen.

 
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