3. September 2014  |  Breaking NewsHeizung + Energie

Sanierung mit Stil und Spar-Effekt

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Neue Heizung und Dämmung für Architektenhaus

In Karben im Rhein-Main-Gebiet konnten sich die Oebbeckes endlich ihren Wunsch vom Eigenheim erfüllen. Das großzügige, individuell gestaltete Haus erwies sich für die vierköpfige Familie als genau das Richtige. Doch Bauherr Thomas Oebbecke, beruflich als Architekt tätig, wollte zeitgemäß wohnen: Ästhetisch ansprechend, aber auch energetisch sparsam. Dafür musste die Energiebilanz des 1971 errichteten Hauses deutlich verbessert werden. Oebbecke entschied sich für eine umfassende Modernisierung von Heizungsanlage und Gebäudehülle. Mit dem Abschluss der Sanierung eineinhalb Jahre später wurden selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen: Der Energiebedarf reduzierte sich um rund drei Viertel.


Neue Dämmung, Dreischeiben-Fenster und natürlich ein frischer Anstrich: Nach der Modernisierung wirkt das über 40 Jahre alte Haus wie ein Neubau. Bild: bpr/IWO

Am Anfang stand der Austausch des über 20 Jahre alten Niedertemperaturkessels im Keller des Hauses. Dieser wurde durch ein modernes Öl-Brennwertgerät ersetzt, das bis zu 98 Prozent des eingesetzten Heizöls in Wärme umwandelt und somit deutlich effizienter arbeitet als sein Vorgänger. Die beiden vorhandenen jeweils 2.000 Liter fassenden Kunststoffbatterietanks befanden sich noch in einem guten Zustand und konnten daher übernommen werden.

Drei Energiequellen gut kombiniert

Auf dem Flachdach wurde auf rund 20 Quadratmetern eine Solarthermieanlage installiert. Sie übernimmt die Warmwasserbereitung und dient außerdem der Heizungsunterstützung. Für letztere sorgt darüber hinaus ein Holzkaminofen im Wohnzimmer, der über einen Wärmetauscher in das Heizsystem eingebunden ist. Eine solche Hybridheizung verbindet verschiedene Energiequellen und hilft, den fossilen Brennstoffverbrauch weiter zu reduzieren. Herzstück dieses Hybridsystems ist der neue Wärmespeicher mit einem Fassungsvermögen von 750 Litern. Er sammelt die Energie aus Solaranlage, Holzkaminofen und Ölheizung. Seine moderne Regelungstechnik stellt sicher, dass sich die Ölheizung nur zuschaltet, wenn die Wärme aus Solaranlage und Kaminofen nicht mehr genügt. Durch den gesunkenen Heizölverbrauch reicht eine Füllung der beiden Öltanks nun für rund drei Jahre. Vor der Modernisierung musste bereits nach etwas mehr als einem halben Jahr der Lieferant bestellt werden.

Die Wärme bleibt im Haus

Vor den bisherigen Wärmeverlusten an der Gebäudehülle schützt ein neues Wärmedämmverbundsystem. Da Thomas Oebbecke die außergewöhnliche, verschachtelte Bauweise des Hauses noch stärker hervorheben wollte, wurde die Dämmung in unterschiedlichen Dicken aufgebracht und misst an ihrer dünnsten Stelle 16 Zentimeter. Das Ergebnis ist verblüffend und sorgt dafür, dass das Gebäude wie ein Neubau wirkt und nicht wie ein Haus, das vor über 40 Jahren errichtet wurde. Darüber hinaus war auch ein Austausch der großen Fensterfronten aus Doppelverglasung notwendig, weil durch diese in der Vergangenheit bedenklich viel Wärme entwich. Im Zuge der Sanierung entschied sich die Familie für neue Elemente mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung.

„Die wichtigsten Ziele der Sanierung waren für uns das Einsparen von Energie und den individuellen Charakter des Hauses zu erhalten“, erklärt Thomas Oebbecke. Beides gelang – vor allem die Reduzierung des Energiebedarfs um 78 Prozent kann sich sehen lassen. Für diesen Erfolg war eine Investitionssumme von rund 84.000 Euro notwendig. Hier durften sich die Oebbeckes über einen Zuschuss des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) freuen. Denn bei dessen Modernisierungswettbewerb „Aktion Energie-Gewinner“ hatte sich die Familie mit ihrem Vorhaben beworben und wurde als besonders vorbildliches Sanierungsprojekt von einer Fachjury ausgewählt.

Mehr Informationen zum Thema Energiesparen finden sich im Internet auf www.zukunftsheizen.de.

Quelle: bau-pr

 
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