14. August 2014  |  Breaking NewsFenster + Türen

Keine Angst vor diesen Begriffen: U- und g-Wert sorgen für Wärme im Eigenheim

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Wer mit dem Gedanken spielt, sich neue Fenster oder Verglasungen für die eigenen vier Wände zu gönnen, hat die Qual der Wahl: Es gibt nahezu für jeden Verwendungszweck besondere Produkte, die die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen können. Zu den wichtigsten gehören die Vermeidung von Wärmeverlusten nach außen und die optimale Nutzung der kostenlosen Sonnenwärme. „Wie gut die Gläser das können, ergibt sich aus dem Ug- und dem g-Wert“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs.

Alte Verglasungen können dem Hausbesitzer schon einmal den Angstschweiß ins Gesicht treiben. „Wer kennt dieses unangenehme Gefühl im Vorfeld der nächsten Nebenkostenabrechnung nicht… Man fragt sich dann häufig: ‚Wie schlimm wird es diesmal‘“, so Grönegräs. Hier helfen neue Gläser mit einem guten Ug-Wert: Dieser Wert bedeutet übersetzt „Wärmedurchgangs-Koeffizient“. Ausgedrückt wird der Ug-Wert in Watt pro Quadratmeter und Kelvin [W/(m2K)]. „Je kleiner dieser Wert ausfällt, umso besser ist die Wärmedämmung des Glases“, erklärt Grönegräs. Wie stark dieser sich in den vergangenen Jahren verändert hat, zeigt ein kleiner Vergleich: In den 1970er Jahren verwendetes Einfachglas lag bei rund 5,8 W/(m2K), vor 1995 verwendetes Zweischeiben-Isolierglas bei rund 3, modernes Zweischeiben-Wärmedämmglas liegt aktuell bei rund 1,1 und besonders effektives Dreifach-Wärmedämmglas schafft Werte um 0,7 W/(m2K).

Moderne Verglasungen halten die Wärme im Raum und können auch vor zu viel Sonne schützen. Foto: Interpane/BF

Mit kostenloser Sonnenwärme noch mehr sparen…

Die teure Heizwärme im Haus zu halten, ist die eine Sache. Gleichzeitig können Wärmedämmverglasungen auch die im Frühjahr, Herbst und Winter tief stehende Sonne zum Erwärmen der Räume nutzen und so die Heizkosten weiter reduzieren. Für die Nutzung der kostenlosen Solarwärme ist der so genannte g-Wert zuständig. Je größer der „Gesamtenergie-Durchlassgrad“ ist, desto mehr Wärme kann über das Glas in das Haus oder die Wohnung eindringen. Moderne Wärmedämm-Verglasungen besitzen gewöhnlicher Weise einen g-Wert von 0,6 bis 0,65, lassen also 60 bis 65 Prozent der Sonnenenergie passieren.

…oder Hitze aussperren

Damit die Sonnenwärme im Sommer nicht zum Problem wird, ist die Einplanung eines passenden Sonnenschutzes empfehlenswert. Außerdem sollte die Verwendung von Sonnenschutzglas geprüft werden. Solche Gläser bieten die gleichen guten Ug-Werte, wie die „normalen“ Wärmedämmgläser, haben aber bewusst niedrige g-Werte. „In Bürogebäuden mit Glasfassaden sind diese Produkte Standard. Bei großen Glasflächen und je nach Himmelsrichtung ist ihre Verwendung aber auch im Wohnhaus sinnvoll“, erläutert Grönegräs. BF/DS

Der Expertenrat:

„Welche Verglasung für die Räume in Haus oder Wohnung in Frage kommt, wissen die Mitarbeiter im qualifizierten Fensterfachbetrieb. Wichtig ist es, sich vor dem Termin Gedanken über die bisherige oder die zukünftige Raumnutzung zu machen. Auch ist ein Wissen um die Ausrichtung der Räume zur Sonne hin hilfreich. Dann lassen sich viele Fragen leichter klären.“

Mehr zu Glas unter www.bundesverband-flachglas.de oder bei der Initiative „Energiesparen mit Glas“ unter der Adresse www.energiesparen-mit-glas.de.

 
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