8. Juli 2014  |  Breaking NewsElektro

Stecker ziehen allein hilft nicht

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Energieeffiziente Elektrogeräte helfen, den Stromverbrauch im Haushalt zu senken

Wer im Haus Energie sparen möchte, sollte sich nicht nur den energetischen Zustand seines Gebäudes anschauen, sondern auch den Stromverbrauch der elektronischen Geräte genau unter die Lupe nehmen. Denn neben der Heizenergie wird auch der Verbrauchsstrom von Jahr zu Jahr teurer und frisst einen nicht unerheblichen Teil des Budgets für die Energiekosten auf. In den vergangenen 5 Jahren sind die Strompreise um rund 30 Prozent gestiegen. Ein 4-Personen-Haushalt zahlt schon heute im Durchschnitt etwa 100 Euro Stromkosten monatlich.

Um ein anspruchsvolles Sparziel von 40 bis 60 Prozent beim Verbrauchsstrom zu erreichen, müssen im Wesentlichen vier Punkte umgesetzt werden:

- Weniger effiziente Elektrogeräte nach und nach gegen hocheffiziente Modelle austauschen.
- Strom vergeudende Stand-by-Geräte abschalten.
- Energiespar- oder LED-Lampen benutzen.
- Ungeregelte Heizungspumpen durch Hocheffizienzpumpen ersetzen.

Glücklicherweise kommen seit einigen Jahren immer sparsamere – und bezahlbarere – Elektrogeräte auf den Markt. Die Bestmarke beim Energielabel, das dem Verbraucher Informationen zur Energieeffizienz der Modelle liefert, ist seit 2010 die Effizienzklasse A+++ (Triple-A). Der kontinuierlich gesunkene Stromverbrauch von Neugeräten sollte für Verbraucher Anreiz sein, ihre älteren Geräte mit hohen Betriebskosten auf den Recyclinghof zu verbannen. Damit lässt sich eine Menge Strom sparen. So benötigen Kühl- und Gefriergeräte, die älter als zehn Jahre sind, meist doppelt so viel Strom wie aktuelle Triple-A-Modelle. “Dadurch können jährlich unnötige Stromkosten von 40 bis 60 Euro eingespart werden”, sagt LBS-Energieexperte Dr. Christian Schröder.

Den Stromschluckern auf der Spur

Den Stromschluckern kommt man am besten mit einem Strommessgerät auf die Spur. Diese gibt es schon ab rund 10 Euro im Handel. Die Messgeräte zeigen an, wie viel Strom ein Gerät im Betrieb verbraucht. Den so ermittelten Verbrauchswert kann man mit den Kilowattstundenangaben auf dem Energielabel von entsprechenden Neugeräten vergleichen und so das Einsparpotenzial ableiten. Mit einem Strommessgerät lässt sich auch der Stand-by-Verbrauch von kleineren Elektrogeräten wie DVD-Playern, Druckern oder Espressoautomaten bestimmen. Vor allem viele Geräte, die vor 2010 angeschafft wurden, haben hohe Stromverluste im Stand-by-Modus. Bei älteren DVD-Playern können diese 10 bis 15 Watt betragen, was zusätzliche 25 bis 35 Euro Stromkosten im Jahr verursacht.

Am einfachsten lassen sich die heimlichen “Stromdiebe” durch das Ziehen des Steckers oder mit schaltbaren Steckdosenleisten in Schach halten. Noch komfortabler ist eine elektronisch gesteuerte Energiespar-Steckdose, die das angeschlossene Gerät im Stand-by-Betrieb automatisch vom Netz trennt. Seit 2010 begrenzt die “Stand-by-Verordnung” der Europäischen Union die Stromverluste im Stand-by-Betrieb auf höchstens 2 Watt. 2013 wurde der Grenzwert auf ein Watt verschärft.

Energieeffiziente Elektrogeräte auf dem Vormarsch

Mit Einführung der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ im Jahr 2011 scheinen sich die Hersteller von Haushaltsgeräten geradezu ein Wettrennen um immer mehr Energieeffizienz zu liefern. Die größten Steigerungen hat es in den vergangenen Jahren bei Kühl- und Gefriergeräten gegeben. Triple-A-Geräte, die 60 bis 70 Prozent weniger Strom verbrauchen als Geräte der Klasse A, werden vermutlich schon bald allgemeiner Stand der Technik sein. Seit Ende 2013 gibt es auch bei neuen Waschmaschinen und Geschirrspülern nur noch die drei Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++. Gegenüber einem veralteten A-Gerät spart ein Triple-A-Modell mehr als 30 Prozent Strom. Schließt man die neue Waschmaschine oder den Geschirrspüler an die Warmwasserversorgung an, dann vermindert sich der Stromverbrauch sogar um über 70 Prozent.

Die Hälfte des Stromverbrauchs im Haushalt geht auf Elektrogeräte zurück

Wäschetrockner waren früher fast ausschließlich Kondens- oder Ablufttrockner. Seit einiger Zeit kommen jedoch immer mehr Wärmepumpentrockner auf den Markt, die nur halb so viel Strom wie andere Trockner verbrauchen und immer erschwinglicher werden. Auch bei Elektroherden vollzieht sich ein technischer Wandel. Viele Herde haben heute ein bis zu 30 Prozent sparsameres Induktionskochfeld. Dieses erhitzt im Gegensatz zu Herden mit herkömmlicher Technik nicht die Herdplatte sondern direkt den Kochtopf. “Eine Faustregel sagt, dass etwa die Hälfte des Stromverbrauchs im Haushalt auf das Konto der Elektrogeräte geht”, sagt Schröder. Demnach reduziert ein allmählicher Austausch von energiefressenden Haushaltsgeräten gegen hocheffiziente Modelle den Stromverbrauch um 20 bis 30 Prozent. Die Beleuchtung hat im Durchschnitt einen Anteil von 8 Prozent am Stromverbrauch. Überall dort, wo länger als 15 Minuten am Tag das Licht brennt, lohnen sich Energiespar- und LED-Lampen.

Was man bei einer energetischen Modernisierung beachten sollte, fasst die Broschüre “Das LBS-Energie-Sparsystem” verständlich und übersichtlich zusammen. Sie kann bei der LBS West per E-Mail unter presse@lbswest.de bezogen werden.

Quelle: lifepr

 
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