22. Juli 2014  |  Bad + KücheBreaking News

Offenes Wohnen ohne Küchendämpfe

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Eine offene Küchenarchitektur ohne Trennwand zum Wohnbereich steht heute für großzügiges und transparentes Wohnen. Damit sich die unvermeidlichen Gerüche, die beim Kochen und Backen entstehen, nicht bis in den letzten Winkel der Wohnlandschaft ausbreiten, ist ein leistungsfähiger Dunstabzug notwendig. Das wachsende Umweltbewusstsein fordert außerdem einen energieeffizienten Betrieb der Geräte. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, gibt dazu Tipps.

Ein Dunstabzug, auch Wrasenabzug genannt, saugt beim Kochen entstehende Dämpfe (Wrasen) und Gerüche an und leitet sie über ein System von Fett- und Geruchsfilter. Das Gerät ist über dem Herd verankert. Bei den modernsten wird die meist wohltemperierte Abluft über einen Wärmetauscher zur Raumheizung genutzt. Bei einer offenen Wohnform mit einer freistehenden Kochinsel tritt anstelle des traditionellen Dunstabzugs die Inselhaube, in einigen Regionen Inselesse genannt.
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Dunstabzugshauben müssen keine Energiefresser sein. Die modernsten unter ihnen nutzen die Abwärme der Dämpfe und sparen Strom bei der Beleuchtung sowie beim Lüftermotor (Foto: Wüstenrot Bausparkasse)
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Normales Lüften ist trotzdem notwendig

Es gibt zwei gängige Systeme von Dunstabzügen − die mit Umluft betriebenen und diejenigen mit Abluft. Bei der Variante mit Abluft werden die Küchendünste über Filter durch die Außenwand über einen Abluftkanal abgesaugt. Ist die Strecke lang, wird ein entsprechend starker Lüftermotor benötigt, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Doch nicht überall lassen sich nach außen geführte Kanäle anbringen. Dann muss auf eine Haube mit Umluftbetrieb zurückgegriffen werden. Dabei wird die gebrauchte Luft gefiltert und über einen Kanal in die Küche rückgeführt. Eine regelmäßige Filterreinigung ist in beiden Systemen unumgänglich. Wartungsfreundliche Filtersysteme mit Sättigungsanzeige oder Fettfiltern aus Metall gibt man einfach in die Spülmaschine.

Die Küchenluft muss innerhalb einer bestimmten Zeit mehrmals umgewälzt werden, um den erwünschten Reinigungseffekt zu erzielen. Lüftungstechniker gehen davon aus, dass eine aub e b edi Haube bei guter Reinigungswirkung eine neun- bis zwölffache Luftumwälzung des Raumvolumens pro Stunde leisten muss. Somit ist physikalisch begründet, dass ein kleiner Raum eine effektivere Luftumwälzung als ein großer benötigt, weil die Luft hier schneller gesättigt wird als in einer offenen Wohn- und Essküche. Der Abzug darf nicht zu schmal bemessen sein. Eine Abzugshaube, die Dämpfe und Gerüche ins Freie ableitet, ersetzt aber das normale Lüften der Küche nicht. Denn eine Ablufthaube trägt immer nur so viel Luft nach draußen, wie frische Luft nachgeliefert wird.

Ventilator mit Flüstereffekt

Umweltfreundlich erzeugte Energie wird immer wertvoller. Noch besser ist es, wenn sie bereits vorhanden ist − wie beim modernen Dunstabzug. Er führt die erwärmte Abluft über einen Wärmetauscher der Wohnungsheizung zu. Leider wird dieses Prinzip derzeit nur von einem Bruchteil aller in den Haushalten vorhandenen Dunstabzugshauben genutzt. Bei Niedrigenergiehäusern mit kontrollierter Be- und Entlüftung kommen allerdings nur Dunstabzugshauben mit Umlufttechnik zum Einsatz.

Besonders umweltfreundliche Dunstabzugshauben zeichnen sich außerdem durch einen sehr guten Wirkungsgrad des Ventilators und durch energieeffiziente Beleuchtung aus. Eine dieser neuen Lichtquellen ist die LED-Technik, die zu den Nachfolgern der Glühbirne zählt. Umweltfreundliche Geräte weisen außerdem einen hohen Geruchs- und Fettabscheidungsgrad auf und laufen sehr leise. Durch eine Abschaltautomatik reduzieren die effizientesten Geräte außerdem bei Bedarf ihr Luftfördervolumen und sparen dadurch Strom. Dabei schaltet – sensorgesteuert – der Motor erst zu, wenn Dampf und Hitze ein bestimmtes Niveau erreichen.

Tipps von Wüstenrot zur Auswahl von Dunstabzugshauben

- Die beste Reinigungswirkung erzielt eine Abzugshaube bei folgender Faustregel: Beträgt die Grundfläche einer Küche zehn Quadratmeter und die Raumhöhe 2,50 Meter, braucht man eine Luftförderleistung zwischen mindestens 225 bis maximal 300 Kubikmetern. Es empfiehlt sich jedoch, zur genannten Nennleistung der Hersteller nochmals 25 bis 30 Prozent hinzuzuzählen.

- Die technische Entwicklung bleibt auch bei der Abzugshaube nicht stehen. Heute gibt es strömungsoptimierte Abluftleitungen und aerodynamisch geformte Rohre. Sie steigern die Wirksamkeit der Abzugshaube und ermöglichen einen leisen Betrieb.

- Abzugshauben mit Wärmetauscher bringen die kalte Außenluft auf Raumtemperatur und sorgen so für optimale Belüftung und kostengünstige Temperierung der Räume.

- Wer sich für einen offenen Übergang zwischen Küche und Wohnbereich entscheidet, sollte auf ausgeklügelte Stauraumkonzepte und Ordnungssysteme achten. Wird die Arbeitsfläche als Abstellfläche genutzt, entsteht schnell ein unordentlicher Eindruck.

- Vor allem an der zentralen Kochinsel und den Arbeitsflächen ist eine gute, schattenfreie Beleuchtung sehr wichtig.

Homepage: www.ww-ag.de

Quelle: lifepr

 
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