7. Juli 2014  |  Bad + KücheBreaking NewsHeizung + Energie

Die “Hessische Energiespar-Aktion” informiert:

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Sommerzeit – Hohe Zeit für Solaranlagen zur Warmwasserbereitung

“Ihre beste Ausbeute liefern Solaranlagen jetzt in den Sommermonaten. Mit einer richtig eingestellten Anlage kann für 3 Monate der Kessel ganz abgeschaltet werden. Das spart Heizenergie, Strom und Abgase, die bei Kaltstarts des Kessels besonders hoch liegen”, so Werner Eicke-Hennig, Leiter der “Hessischen Energiespar-Aktion”.

Für Wohnhäuser ist der Flachkollektor die technisch sinnvolle und kostengünstige Entscheidung. Er sollte unverschattet auf Steil- oder Flachdach oder im Vorgarten angebracht werden können. Ideal bei Kollektoren für die Warmwasserbereitung sind 35 Grad Dachneigung und Südorientierung. Auch wer leicht aus der Südorientierung herausgehen muss oder eine steilere oder flachere Dachneigung hat (30 bis 60 Grad), erhält noch 90 bis 95 Prozent des maximal möglichen Solarertrages.

Der Flachkollektor ist einfachste Technik: Er besteht aus einem gedämmten Kasten, in dem ein schwarz gestrichener Wärmetauscher (Absorber) aus Stahlblech oder ALU liegt. Rohre im Wärmetauscher werden von der Wärmeträgerflüssigkeit durchflossen (Wasser oder meist Sole), die sich aufheizt und zum Warmwasserspeicher gepumpt wird. Eine Glasabdeckung verhindert einen zu großen Wärmeverlust an die Umgebungsluft.

Teurere Kollektortypen, wie der Vakuumflachkollektor oder der Vakuumröhrenkollektor sind sinnvoll, wenn man zu wenig Dachfläche oder eine ungünstige Dachneigung hat, oder Kollektorflächen zeitweise verschattet werden. Kollektoren vertikal auf der Südwand bringen einen rund 30 Prozent geringeren Ertrag. Das gleicht ein Röhrenkollektor durch seinen besseren Wirkungsgrad wieder aus.

Die Preise für Flachkollektoren liegen bei 200 bis 250 € pro m² (nur Kollektor), Vakuumröhrenkollektoren können 2,5-mal teurer sein. Die ganze Anlage mit Speicher und Einbau kann für einen 4-Personen-Haushalt 4.000 bis 5.000 € kosten. Hier machen ihnen die hessischen Heizungsbaufachbetriebe und Dachdecker gerne ein Angebot für Ihren konkreten Fall.

Für ein Einfamilienhaus mit 4 Personen sind folgende Größen sinnvoll: 5 bis 6 m² Flachkolle-toren oder 4 m² Röhrenkollektoren. Ein 300 Liter-Warmwasserspeicher reicht aus. Eine Familie mit einem etwas größeren Warmwasserverbrauch (200 Liter pro Tag), kann bei 4 m² Flachkollektor mit einem Ertrag von 1.400 bis 1.750 kWh pro Jahr vom Dach rechnen. Dies entspricht bis zu 175 Liter Heizöl pro Jahr.

Solaranlagen in der Größe von 5 bis 6 m² Kollektorfläche ersetzen 1 bis 2 Liter Heizöl oder m³ Erdgas pro qm Wohnfläche und Jahr. “Da die meisten hessischen Wohngebäude noch 20 Liter Heizöl pro m² und Jahr benötigen, ist die Solaranlage einer der sechs Schritte zum Energiesparhaus: Brennwertkessel, Dämmung von Außenwand, Dach und Kellerdecke sowie neue Wärmeschutz-Isolierverglasung gehören auch dazu”, so Werner Eicke-Hennig. Am besten wird die Solaranlage zusammen mit einer ohnehin anstehenden Kesselerneuerung ausgeführt.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) fördert u. a. Thermische Solaranlagen im Gebäudebestand.

Informationen zu den aktuellen Förderrichtlinien und -möglichkeiten finden Sie unter www.energieland.hessen.de

Die Energiespar-Information Nr. 14 enthält alle Informationen zu Solaranlagen auf einen Blick. Sie gibt es im Internet unter www.energiesparaktion.de

Informationen zum Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale Hessen finden Sie unter www.verbraucher.de.

Die “Hessische Energiespar-Aktion” ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Quelle: lifepr

 
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