2. Juni 2014  |  AllgemeinBreaking NewsRecht + Finanzen

Fußball-WM: Mehr Privatpartys wegen später Spiele – Rücksicht auf Nachbarn nehmen

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Am 16. Juni ist es wieder soweit: Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihr Auftaktspiel bei der Weltmeisterschaft und ganz Fußball-Deutschland sitzt gebannt vor dem Fernseher.

Unter den Fußball-Fans ist das gemeinsame Verfolgen der Spiele mittlerweile zum Volkssport geworden: Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen treffen sich zum gemeinsamen Anfeuern der deutschen Mannschaft. Dass es dabei unter Umständen etwas lauter zugehen darf, ist für viele selbstverständlich. Die WM 2014 birgt dabei besonderes Potenzial für Störungen der Nachtruhe: 18 der 64 Begegnungen zwischen dem 12. Juni und dem 13. Juli werden um 17 Uhr brasilianischer Ortszeit und damit um 22 Uhr deutscher Zeit angepfiffen. Elf Spiele beginnen erst um Mitternacht oder später. “Die großen Public-Viewing Veranstaltungen fallen für die späten Spiele weg. Deshalb gehen wir gehen davon aus, dass es zu dieser Weltmeisterschaft mehr Partys in privaten Räumen geben wird als sonst üblich. Und die bergen natürlich Potenzial für Streitigkeiten unter Nachbarn”, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident Immobilienverbands IVD.

Nicht nur die Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen entfallen: “Viele Kneipen und Bars in Deutschland erhalten von den Behörden keine Genehmigung für Freiluftübertragungen von Spielen, die erst um 22 Uhr oder später beginnen. Deshalb werden viele Fußball-Fans lieber zu Hause mit Freunden feiern”, erklärt Schick. Er empfiehlt: “Fußball-Fans sollten bei Privatpartys auch während der Weltmeisterschaft Rücksicht auf die Nachbarn nehmen.” Die gesetzlich vorgegeben Ruhezeiten gälten uneingeschränkt. Das bedeute konkret: Zwischen 22 Uhr und 7 Uhr herrscht Nachtruhe, lauter Torjubel auf dem Balkon und bei geöffnetem Fenster sind zu vermeiden. “Wer sich daran nicht hält, dem droht ein Bußgeld. In Berlin beispielsweise können bei wiederholten Verstößen bis zu 50.000 Euro fällig werden”, sagt Schick.

Grundsätzlich gilt für WM-Partys: Wer vorher mit den Nachbarn spricht, kann auf mehr Verständnis für den Torjubel auch zu später Stunde hoffen. Ein Aushang im Treppenhaus ist ebenfalls hilfreich. “Laute Musik nach dem Spiel könnte die Geduld der Nachbarn überstrapazieren, besonders an Werktagen. Gleiches gilt für Trillerpfeifen und Hupen”, macht Schick deutlich. “Wer nach den Spielen weiterfeiern möchte, geht besser in eine Kneipe. Die Wirte freuen sich über die zusätzlichen Einnahmen während der WM, die ihnen sonst durch das Verbot der Freiluftübertragungen verloren gingen.”

Bei der Party-Dekoration der Wohnung können Mieter ihrer Fanliebe allerdings freien Lauf lassen: Fahnen und Plakate können durch die Hausordnung nur verboten werden, wenn sie politischen Inhalt oder eine verhetzende Meinungsäußerung enthalten. Auch am Balkon sind Fahnen und Plakate erlaubt. “Wer bei der Montage eine Halterung anbringt oder anderweitig die Bausubstanz des Hauses nachhaltig verändert, sollte vorher seinen Vermieter fragen. In diesem Fall handelt es sich nicht mehr nur um Dekoration”, rät Schick

Quelle: lifepr

 
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