26. Juni 2014  |  AllgemeinBreaking News

Energetisch saniertes Haus gewinnt Umweltpreis

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Heizen mit Öl, Solarwärme und Holz

Familie Krause aus Lahr in der Ortenau hat bei der energetischen Modernisierung ihres Hauses gleich mehrfach gewonnen: Das mit Unterstützung des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) sanierte Gebäude erhielt nun einen Preis innerhalb des Wettbewerbs „Baden-Württemberg macht sich klimafit“. Als Schirmherr des Wettbewerbs überreichte Landesumweltminister Franz Untersteller den Krauses einen Bausparvertrag in Höhe von 10.000 Euro. Zudem freut sich die Familie über deutlich reduzierte Heizkosten.


Die nach Südosten ausgerichteten Kollektoren der Solaranlage unterstützen die Heizung und Warmwasseraufbereitung.
Foto: bpr/IWO

Schon als die Krauses im März 2013 das über 40 Jahre alte Einfamilienhaus im baden-württembergischen Lahr erwarben, war klar, dass eine energetische Sanierung erforderlich ist. Die Energiekosten waren beträchtlich, da seit der Erbauung im Jahr 1972 keine Renovierungen erfolgt sind. Lediglich die Heizung wurde 1994 erneuert und durch einen Öl-Niedertemperaturkessel ersetzt. Ein Energieberater hatte die Krauses auf die Aktion „Energie-Gewinner“ hingewiesen. Zwischen 2008 und 2013 hat IWO insgesamt 79 energetische Sanierungen gefördert und die Ergebnisse umfassend dokumentiert, um die beachtlichen Energieeinsparpotenziale im Gebäudebestand zu demonstrieren und Hauseigentümer zur Nachahmung zu motivieren.

Familie Krause entschied sich für eine Modernisierung der bestehenden Ölheizung und investierte in ein sparsames Hybridheizsystem mit Heizwasserspeicher. Dabei stützt sich die Wärmeerzeugung auf mehrere Säulen: Ölheizung, Solarthermie und ein wasserführender Holzkaminofen sind miteinander kombiniert. Dazu wurde zunächst der veraltete Heizkessel gegen ein neues Öl-Brennwertgerät ausgetauscht. Moderne Öl-Brennwertheizungen sind hocheffizient, denn ihr Nutzungsgrad liegt bei fast 100 Prozent.

Energieeffizient heizen

Im Sommer übernimmt die neu installierte Solaranlage mit einer zehn Quadratmeter großen Kollektorfläche die Warmwasserversorgung. In den Übergangsmonaten und im Winter speist der hydraulisch eingebundene Kaminofen seine Wärme in das Heizsystem ein. Dadurch muss die Ölheizung noch seltener aktiv werden. Sie schaltet sich erst dazu, wenn der Wärmebedarf durch Solaranlage und Kamin nicht mehr gedeckt werden kann.

Ergänzend erfolgte der Austausch der doppelverglasten Holzfenster durch Kunststofffenster mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung und eine umfassende Gebäudedämmung: Die Außenwände wurden von innen mit Lehmplatten samt integrierter Heizschlangen verkleidet, die Geschoss- und Kellerdecken mit Holzfaserplatten beziehungsweise Hartschaum gedämmt. Eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung reguliert die Luftfeuchtigkeit und sorgt für ein optimales Raumklima.

Modernisieren zahlt sich aus

Durch all diese Maßnahmen konnte der Brennstoffverbrauch deutlich verringert und die drei alten 2.000-Liter-Stahltanks durch drei 1.000-Liter-Kunststofftanks ersetzt werden. Eine komplette Füllung der Tanks reicht nun für vier Jahre. Die Modernisierungskosten von 77.512 Euro waren dank niedriger Zinsen und der Fördergelder annehmbar und zahlen sich aus: Der Primärenergiebedarf des 145 Quadratmeter großes Hauses der vierköpfigen Familie sank nach der Sanierung von 278 kWh/(m²a) auf 67 kWh/(m²a). Das entspricht einer Reduzierung um 76 Prozent und erfüllt das Effizienzhaus-Niveau 85 der staatlichen KfW-Förderbank. Die Erwartungen an die Sanierungsmaßnahme hinsichtlich Energieeinsparung, Wohnklima, Heizkomfort und -kosten haben sich für Familie Krause vollauf erfüllt.

Mehr Informationen zum Energiesparen mit Öl-Brennwerttechnik und weitere Praxisbeispiele bietet IWO unter www.oelheizung.info.

Quelle: bau-pr

 
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