8. Mai 2014  |  Breaking NewsGarten + BalkonRecht + Finanzen

Was ist auf dem Balkon erlaubt?

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Wegen der Nutzung des kleinen Freiluftplätzchens gibt es nicht selten Streit

(djd/pt). Schön, wenn zur eigenen Mietwohnung auch ein Balkon gehört. Viele genießen hier bei angenehmen Temperaturen entspannte Stunden. Andere nutzen das Plätzchen im Freien eher als Abstellfläche. Was erlaubt ist und was nicht, darüber herrscht oft Uneinigkeit. Jörn-Peter Jürgens vom Interessenverband Mieterschutz: “Sofern der Balkon zur Mietsache gehört, kann der Mieter ihn grundsätzlich nach seinen Wünschen und Bedürfnissen nutzen.” Die Rechte der Mitmieter und des Vermieters seien aber zu beachten.

Normalerweise sind außen angebrachte Blumenkästen nicht erlaubt – herabfallende Blätter oder tropfendes Gießwasser können Mitmieter stören.
Foto: djd/Interessenverband Mieterschutz e.V.

Rauchbelästigung darf nicht sein

So dürfen beispielsweise die Nachbarn nicht durch einen qualmenden Grill oder übermäßiges Rauchen auf dem Balkon gestört werden. “Das wird durch zahlreiche Urteile untermauert”, so Jürgens. Das Gleiche gelte natürlich auch für Lärmstörungen – nächtliche Gespräche oder eine auf den Balkon verlagerte Party sind besonders in Innenhöfen häufig Anlass für Beschwerden der Mitmieter. Rat und Informationen dazu gibt es etwa unter www.iv-mieterschutz.de.

Wer seinen Balkon als sommerliche Pflanzenoase einrichten möchte, kann sich weitgehend ungehindert ausleben. Blumentöpfe, Rankhilfen, Sonnenschirme oder ein unauffälliger Sichtschutz dürfen aufgestellt beziehungsweise angebracht werden. “Nur an der Außenseite sind Blumenkästen in der Regel nicht erlaubt, denn herabfallende Blätter und tropfendes Wasser sind ein Ärgernis für darunter wohnende Nachbarn”, erklärt Jörn-Peter Jürgens. Hier sei Rücksichtnahme angezeigt – auch im Hinblick auf über dem Balkongitter ausgeschüttelte Teppiche, Staubtücher oder Tischdecken.

Wäscheständer und Parabolantennen

Keine Bedenken bestehen auch gegen das Wäschetrocknen im Freien. Bevor der Mieter jedoch eine Parabolantenne am Balkon anbringt, sollte er um die Erlaubnis des Vermieters bitten. “Wenn keine nennenswerte optische Beeinträchtigung besteht, muss letzterer die Parabolantenne allerdings genehmigen”, sagt Jörn-Peter Jürgens. Anders sehe es mit dem Abladen von Müll oder Gerümpel auf dem Balkon aus. Dies müsse nicht geduldet werden, zumal es hierdurch auch zu Ungezieferbefall kommen könne.

Homepage: www.iv-mieterschutz.de

Quelle: djd Pressetreff

 
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