20. Mai 2014  |  Breaking NewsRecht + Finanzen

Studie: Mieter sehen Vermieter bei Nachbarschaftsstreit in der Pflicht

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Pöbelnde Nachbarn sind deutschen Mietern ein Graus: Statt Krach im Treppenhaus sehnen sie sich nach einem stabilen sozialen Umfeld. So ist 87 Prozent wichtig, dass ihr Eigentümer gründlich prüft, wen er neu in die Hausgemeinschaft aufnimmt. Nur 13 Prozent legen darauf weniger bis gar keinen Wert. Das sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Studie der TAG Immobilien AG gemeinsam mit der TU Darmstadt. Dazu wurden 1.000 Mieter in Deutschland befragt.

Auch bei Streitigkeiten unter der bereits bestehenden Hausgemeinschaft nehmen die Mieter den Hauseigentümer in die Pflicht. Knapp zwei Drittel der Befragten wünschen sich, dass ihr Eigentümer einen aktiven Beitrag dazu leistet, soziale Spannungen in der Nachbarschaft abzubauen. Auffällig: Mehr Männer (67 Prozent) als Frauen (61 Prozent) setzen dabei auf das Geschick des Vermieters.

“Die Ergebnisse der Studie decken sich mit unseren Erfahrungen als Immobilienunternehmen. Die Mieter sehen den Vermieter immer stärker in der Verantwortung, wenn es um ihr direktes Wohnumfeld geht”, sagt Claudia Hoyer, im Vorstand der TAG zuständig für das Immobilienmanagement. “Das betrifft nicht nur das Schlichten von Streit. 40 Prozent der Befragten wünschen sich, dass der Hauseigentümer aktiv handelt und die Gemeinschaft unter den Mietern stärker fördert.”

Allerdings: Die meisten Mieter sind insgesamt mit ihren Nachbarn zufrieden, bezeichnen doch lediglich sieben Prozent den Kontakt untereinander als mangelhaft oder ungenügend. Nicht einmal ein Viertel erlebt häufigen Streit in seinem Wohnumfeld. Und nur zwölf Prozent der Befragten verstehen sich gar nicht mit ihrem Nachbarn. Gibt es doch einmal Ärger, dann dreht es sich meist um das Thema Sauberkeit: So bemängeln 42 Prozent der Mieter, dass sich ihre Nachbarn kaum darum kümmern, das Haus sowie die dazugehörigen Anlagen ordentlich zu halten.

“Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie wir als Vermieter Konflikte zwischen den Mietern verhindern und die Gemeinschaft fördern können – sei es zum Beispiel durch organisierte Nachbarschaftsfeste oder Gemeinschaftsflächen für Treffen unter den Mietern”, sagt TAG-Vorstand Hoyer. Durchaus verbindend erlebt die TAG auch Aktionen, bei denen Mieter und Vermieter gemeinsam die Grünanlagen pflegen. “Wichtig bei alledem ist, den Wunsch der Mieter nach Harmonie ernst zu nehmen und aufzugreifen. Auch das gehört zum Service eines guten Vermieters.” Der Studie zufolge bewerten Deutschlands Mieter ihren Vermieter mit einer Durchschnittsnote von 2,6. “Das ist also noch ausbaufähig”, sagt Hoyer.

Quelle: lifepr

 
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