27. Mai 2014  |  Breaking NewsRecht + Finanzen

Beim Sanieren gleich auch die Barrieren beseitigen

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Staat fördert generationengerechtes Umbauen finanziell

Die Kosten für barrierereduzierende Maßnahmen sinken bei einer Koppelung mit der energetischen Sanierung.

Schwellen, Treppen und zu schmale Türdurchgänge machen alten und mobilitätseingeschränkten Menschen ein selbstbestimmte Leben in den eigenen vier Wänden oft unmöglich. Hausbesitzer sollten deshalb bei einer energetischen Sanierung darauf achten, gleichzeitig barrieremindernde Maßnahmen zu integrieren, rät das Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg. Ein separater Umbau später sei deutlich teurer. Der Abbau der Barrieren komme nicht nur der Generation 70plus, Familien mit Kindern und Menschen mit Behinderung zugute, sondern diene auch dem Komfort noch junger Leute. Die Förderbank KfW unterstützt solche Maßnahmen mit einem zinsgünstigen Kredit von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit – unabhängig vom Alter. “Der Kredit ergänzt ideal die KfW-Förderung zu energetischen Sanierungsmaßnahmen”, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau.

Neutrale Informationen gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

Zwei Drittel der Deutschen möchten als Rentner am liebsten in den eigenen vier Wänden wohnen, hat zuletzt Ende 2013 eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Wüstenrot & Württembergischen-Gruppe ergeben. Angesichts des demografischen Wandels werden wohl immer mehr Menschen sich diesen Wunsch erfüllen wollen: Prognosen gehen davon aus, dass 2030 knapp 30 Prozent der Bevölkerung, gut 20 Millionen Menschen, älter als 65 Jahre alt sein werden – heute sind es noch 20 Prozent. Der Bedarf nach altersgerechtem Sanieren wird dementsprechend weiter steigen. Zudem gibt es im Land rund sieben Millionen Personen mit einer schweren Behinderung.

Wohnkomfort für alle – ohne Hindernisse mehr Lebensqualität

“Barrierefreie Wohnungen sind ein gutes Mittel, um komfortabel, sicher und möglichst lange in vertrauter Umgebung zu bleiben”, sagt auch Carmen Mundorff von der Architektenkammer Baden-Württemberg. “Von einer hindernisfreien Gestaltung profitieren alle, ob jung oder alt, gesund oder krank.” Doch derzeit sei die barrierefreie Bauweise immer noch die Ausnahme, das neue Denken müsse sich erst etablieren.

Wenn sowieso eine Sanierung der Heiztechnik, der Gebäudehülle und der Innenräume ansteht, reichen mit einer intelligenten Planung bereits wenige Maßnahmen aus, um den Wohnraum zukunftsorientiert anzupassen. So könnten etwa im Bad eine bodengleiche Dusche eingebaut und die Türzarge verbreitert werden, erklärt Mundorff. Die neuen Badezimmertüren sollten außerdem nach außen aufgehen, um innen genug Aktionsradius zu haben. Auch das Entfernen von Schwellen bei Balkon- und Terrassentüren sei empfehlenswert, so die Architektin.

Damit nichts schiefgeht, sollten sich Hausbesitzer vorher ein Gesamtkonzept aus energetischen Sanierungsmaßnahmen inklusive barrierereduzierenden Schritten erstellen lassen, rät Petra Hegen von Zukunft Altbau. Der Vorteil der Kopplung: Da die Handwerker und Planer bereits beauftragt und vor Ort sind, wird der Barriereabbau günstiger. Auch hat man den Baulärm und Schmutz nur einmal im Haus. “Als Planer stehen energetisch spezialisierte Architekten, Ingenieure und Energieberater zur Verfügung. Geht es um Barrierefreiheit, sind auch Innenarchitekten gute Ansprechpartner”, so Hegen.

Aktuelle Informationen zur energetischen Sanierung von älteren Wohnhäusern gibt es auch auf www.facebook.com/ZukunftAltbau.

Quelle: lifepr

 
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