28. April 2014  |  AllgemeinBreaking NewsElektro

Gebaute Unabhängigkeitserklärung

          0 Bewertungen
powered by Five Star Rating

Strom produzierende Fertighäuser machen Bauherren zu Energieversorgern

Ein Haus, das den eigenen Energiebedarf deckt: Diese Idee, sich von den steigenden Strompreisen der Versorgungsunternehmen ein Stück unabhängiger zu machen, ist verlockend. Mit einem Fertighaus als Effizienzhaus Plus ist dieses Ziel für viele Bauherren erreichbar.

Solche Effizienzhäuser, auch Plus-Energie-Häuser genannt, weisen laut Definition des Bundes sowohl einen negativen Jahres-Primärenergiebedarf als auch einen negativen Jahres-Endenergiebedarf auf. „Das heißt: Wer ein Plus-Energie-Haus baut, ist nicht länger Energieverbraucher, sondern wird zum Energieerzeuger“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF), Dirk-Uwe Klaas. Viele Hersteller von Fertighäusern bieten ihren Kunden diesen neuen Standard als komfortable Paketlösung an.

Fertighäuser in Holzbauweise verfügen über eine hervorragende Wärmedämmung und damit über die besten Voraussetzungen für ein Effizienzhaus Plus. Dank des nachwachsenden Rohstoffs Holz als Baumaterial fällt die gesamte Umweltbilanz des Gebäudes unter dem Strich positiv aus.

Auf dem Weg zum klimaneutralen Haus

Klimaschutzziele der Bundesregierung sind, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken und die Stromerzeugung auf erneuerbare Energiequellen umzustellen. Beides hat Konsequenzen für private Bauherren: Durch eine verschärfte Energieeinsparverordnung steigen die Anforderungen an die Qualität von Neubauten. Ihre Energieverbrauchswerte wurden ab 2009 bereits um 30 Prozent gesenkt und sollen ab dem 1. Januar 2016 nochmals um 25 Prozent verringert werden. Bis 2050 soll der gesamte Gebäudebestand in Deutschland nach dem Willen des Gesetzgebers nahezu klimaneutral sein.

So kommt das „Plus“ ins Plus-Energie-Haus

Wer in einem Plus-Energie-Haus wohnen möchte, muss Energie aus regenerativen Quellen erzeugen. Eingesetzt werden in der Regel Photovoltaikanlagen, die Jahreserträge um die 1.000 Kilowattstunden pro kW Nennleistung bringen. Das ist mit einem Einfamilienhaus möglich, doch reicht die PV-Anlage auf dem Dach allein nicht aus. Eine insgesamt positive Energiebilanz setzt nämlich als ersten Schritt eine hocheffiziente Gebäudehülle voraus, welche die Wärmeverluste auf ein Minimum reduziert. Außerdem gehört eine sparsame Haustechnik mit Wärmepumpe und kontrollierter Lüftungsanlage zum Standard.

Und schließlich müssen diese Systeme intelligent mit einander kommunizieren, damit die Energie richtig eingesetzt wird. Konkret bedeutet das, den selbst erzeugten Strom mit Vorrang im eigenen Haushalt zu verbrauchen und so wenig Strom wie möglich aus dem Netz zu beziehen. Bei einem Fertighaus erleichtert die integrierte Planung des Hausherstellers, dass alle Komponenten zu einander passen und auch wirklich effizient arbeiten.

Spitzentechnologie im wohnlichen Zuhause

Unter dem Strich erzeugt jedes „Plus-Energie-Haus“ mehr Strom, als für das Heizen, die Warmwasseraufbereitung und den Haushaltsstrom benötigt wird. In die Bilanz fließen die Energieträger, die Wärmedämmung der Gebäudehülle und die Anlagentechnik ein. Intelligente Zähler informieren über den Verbrauch und die Erzeugung von Strom. Der Überschuss kann gespeichert und zum Beispiel für den Betrieb eines Elektrofahrzeugs genutzt werden. „Die Lebensbereiche Wohnen und Mobilität wachsen zusammen. Eine Stromtankstelle für das Elektroauto vor dem Haus wird künftig immer häufiger zu sehen sein“, sagt Dirk-Uwe Klaas.

Mehr Informationen unter www.fertighauswelt.de

 
Layout based on YAML and driven by a Wordpress-Engine
Hosting by DIPLIX SOLUTIONS
Design, Webdesign and Management by Ingenieurbüro für Planung und Design - Dipl.-Ing. (FH) Marcelo Thiermann Elten
Valides CSS | Valides XHTML
© Master-Multi-Media GmbH, 2009