10. April 2014  |  AllgemeinBreaking NewsWand + Dach

Der Schatten des Schimmels: Woher kommen die schwarzen Flecken

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Schimmelbildung entsteht zuerst an den kühlsten Stellen im Haus, Dämmung ist da die wirkungsvollste Verhinderungsmethode.

Immer wieder kommt selbst bei seriösen Veröffentlichungen der Tenor, dass wärmedicht eingepackte Häuser stärker zur Schimmelbildung neiden als nicht gedämmte Häuser.Das ist falsch, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) z.B. weist in ihrer Dokumentation ,,Die größten Sanierungsirrtümer” auf eine Studie des Instituts für Bauschadensforschung in Aachen hin. Danach sind gerade stark wärmegedämmte Neu- und Altbauten weniger von Schimmelpilzbildung befallen als andere. KFW weist aber auch darauf hin, dass Maßnahmen zur Vermeidung von Schimmelpilz richtig ausgeführt werden müssen, um Wärmebrücken zu vermeiden. Wenn das Fenster falsch eingebaut ist, können trotz zusätzlicher Dämmung Wärmebrücken entstehen. Man merkt das irgendwann an den schwarzen Flecken. Da ist richtige Planung und Ausführung der Dämmung sowie beim Einbau der Fenster wichtig.

Zumeist wird eine Dämmung von außen auf das Bauwerk aufgebracht, ist dies nicht möglich, kann eine sogenannte Innendämmung eingebaut werden. Wesentliche Punkte für eine funktionsfähige Innendämmung sind die Schlagregenfestigkeit der Fassade durch Farbanstrich oder Vorbaufassade und die Art der Innendämmung. Innendämmung muss durch eine Dampfsperre das Eindringen von Feuchtigkeit in den Wohnraum verhindern oder durch Kapillarwirkung eindringende Feuchtigkeit in der Dämmung aufnehmen und wieder abgeben.

Innendämmung mit eingebauter Dampfsperre ist z.B. unter dem Namen DS Superwand von Korff bekannt, diese Platte besteht aus Polyurethan und ist beidseitig mit einer hocheffizienten Dampfsperre versehen. Als zusätzliches Element ist ein sogenannter Dämmkeil entwickelt worden, der durch seine FormProbleme im Bereich der natürlichen Schwachstellen, z.B. beim Zusammentreffen von Außen- und Innenwänden sowie Fensterlaibungen löst. Wichtig ist die vollflächtige Verklebung der Platten, um Lufteinschlüsse zwischen Platte und Wand zu verhindern.

Innendämmung mit Kapillarwirkung besteht zumeist aus mineralischen Dämmplatten, wobei es hier wichtig ist, dass die Wirkung der Platte nicht durch Tapeten oder diffusionsgeschlossene Farben beeinträchtigt wird. Es ist hier immer zu empfehlen, im System des Herstellers zu arbeiten.

Bleibt abschließend der Unterschied der beiden Systeme im Bereich der Dämmwirkung; Innendämmung führt auch zur Erhöhung des Raumbehaglichkeitsgefühls der Bewohner, weil die Oberflächentemperatur der Wände steigt. Dämmstoffe aus Materialien wie Polyurethan können durch ihre guten Dämmwerte in Stärken von 10 oder 20 mm eingebaut werden. Um das gleiche Resultat mit mineralischen Platten zu erzielen ist eine 2-3fache Dicke notwendig. Dies führt in der Praxis zu erheblichen Problemen, weil 4-6 cm Wandaufbau an einer Innenwand gerade im Bereich von Fenstern und Türen erst einmal konstruktiv gelöst werden müssen. Hinzu kommt, dass die mineralischen Platten für die Aufnahme von Feuchtigkeit vorgesehen sind. Durch die Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Raumluft bei kalter Witterung kommt es zu einen Verlust an Dämmwirkung und sogar zur Bildung von Schimmelpilz.

Generell ist bei einer Schimmelsanierung zu empfehlen, dass Handwerker mit Sachverständigen zusammen arbeiten. Schimmelpilz-Sachverständige können in der nächsten Kälteperiode mit wenig Aufwand durch Messung der Oberflächentemperaturen feststellen, ob die Maßnahme zu dem angestrebten Erfolg geführt hat. Es ist außerdem auch ein gutes Verkaufsargument für den Handwerker gegenüber seinem Kunden. Er kann bei diesem sensiblen Thema mehr Sicherheit anbieten, indem er solche Prüfungen gleich in sein Angebot einbezieht.

Weitere Informationen und Angaben finden Sie unter http://www.prseiten.de/pressefach/koenigskonzept/news/2769 sowie http://www.korff.ch.

Quelle: newsmax

 
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